Das world wide web ist schuld…?! | schweinegrippe im internet

So heftig die gesundheitlichen Auswirkungen der Schweinegrippe vor allem auch im vergangenen Jahr auch waren, so wurde eine Impfung zur Vorbeugung gegen eine mögliche H1N1-Infektion dennoch durch viele Bürger – weltweit – abgelehnt bzw. als unnötig empfunden. Aber nicht nur das: viele Menschen betrachteten die vom Staat offerierten Präventionsmaßnahmen als pure Geldmacherei der Regierung sowie vor allem der Hersteller selbst. Und das, obwohl nicht nur die Weltgesundheitsorganisation (WHO), sondern auch renommierte Ärzte und Wissenschaftler immer wieder dazu aufriefen, in jedem Fall eine (kostenlose) Impfung in Anspruch zu nehmen. Nur allzu häufig überhörten die Bürger diese Warnungen jedoch. Und nun glaubt David Heymann, ehemaliger WHO-Experte für Grippe-Pandemien, die Ursache für diese ablehnende Haltung gefunden zu haben. Die Macht der modernen, sozialen Netzwerke, die sich in der vergangenen Zeit immer weiter im Internet etabliert haben, würde nachweislich immer größer. Twitter, Facebook & Co. trugen in einem nicht unerheblichen Maße dazu bei, dass sich fehlerhafte Informationen, unseriöse Nachrichten und fingierte Berichte im Handumdrehen online verbreiten und auf diese Weise weltweit die Bürger stark verunsicherten. Schließlich habe jeder der Milliarden User weltweit ohne Weiteres die Option, die eigene Meinung im Web (beispielsweise in Blogs et cetera) kundzutun. Obwohl ein Großteil der so publizierten Meldungen schlichtweg falsch sei, könne eine Löschung oder gar eine Widerlegung der getroffenen Aussagen natürlich nicht so einfach revidiert werden. So ist es freilich nicht weiter verwunderlich, dass ahnungslose Bürger sich immer wieder verunsichert fühlten und eine Impfung erst gar nicht mehr in Anspruch genommen hätten.


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